Tarifbewegung Metall und Elektro

Fortsetzung der zweiten Warnstreikwelle - Demo und Kundgebung in Kirchheimbolanden

  • 23.01.2018
  • Aktuelles, ME 2018

Fast 500 Metaller folgten dem Aufruf zum Warnstreik. Die organisierten Kolleginnen und Kollegen kamen nach der Tarif-Demonstration im Sternmarsch in der Stadt auf dem Römerplatz zur Kundgebung zusammen.

Beteiligt waren darunter die Gewerkschaftsmitglieder der Borg Warner Werke und des Logistikzentrums, von Gienanth aus Eisenberg sowie Drahtzug und ITW aus Altleiningen.

Mathias Franz, IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal, eröffnete die Kundgebung, begrüßte die Kolleginnen und Kollegen und leitete in den Ablauf über.

Als Gastrednerin begrüßten die Kolleginnen und Kollegen Heidi Schroth, Tarifsekretärin im IG Metall Bezirk Mitte. Sie machte in ihrer Rede noch mal deutlich wie perfide das Gerechtigkeitsempfinden der Arbeitgeber sei. "Uns Diskriminierung vorzuwerfen, bei einer Arbeitszeitforderung von der vor allem diejenigen profitieren sollen, die in der sogenannten Teilzeitfalle gefangen sind, ist schon ein dreistes Stück" rief Kollegin Schroth den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu. „Das bisherige Angebot der Arbeitgeber ist und bleibt eine Provokation für alle Beschäftigten in der Branche“, sagte Schroth. Das Angebot der Arbeitgeber wurde mit der Öffnung der Arbeitszeitgrenze nach oben ausgesprochen und ist eine klare und inhaltliche Gegenforderung, zu dem was die IG Metall fordert!

Der Betriebsratsvorsitzende Thomas Brunck berichtet über die vergangenen Warnstreikaktionen und betrieblichen Herausforderungen, welche immer nur als geschlossene Einheit für die Beschäftigten entschieden werden können. Peter Thoni, Vertrauenskörperleitungsvorsitzender von Borg Warner, schilderte die Notwendigkeit der Arbeitszeitforderung für die Beschäftigten in Schichtarbeit.

Der erste Bevollmächtige Günter Hoetzl schilderte den Metallerinnen und Metallern die weitere Planung für die Tarifbewegung, wenn es kein Ergebnis auf dem Verhandlungswege gibt.

Nach der zweistündigen Demo/Sternmarsch und Kundgebung auf dem Römerplatz kehrten die Teilnehmenden wieder zurück in die Betriebe.