Kirchheimbolanden Römerplatz, 6. Mai 2022

IG Metall Roadshow in Kibo – Bevölkerung und Politik für die Zukunft von BorgWarner Turbo Systems und die Region!

  • 06.05.2022
  • Aktuelles, Betriebe, Politisches

Die IG Metall informiert die Bevölkerung über die aktuelle Situation der Beschäftigten von BorgWarner Turbo Systems Kibo, zum Wochenmarkt am 6. Mai auf dem Römerplatz...

Zukunftsperspektive, Sicherheit und Arbeitsplätze für die Belegschaft von BorgWarner Turbo Systems Werk Kirchheimbolanden und die Region! Darüber haben die Vertrauensleute der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal und die Betriebsräte mit der heutigen Aktion die Anwohnerinnen und Anwohnern informiert sowie ihre Unterstützung eingefordert. Mit vollem Erfolg! Hunderte Anwohner*innen haben heute auf dem Transparent für die Zukunftsperspektive von Kibo unterschrieben.

„Natürlich unterschreibe ich – schließlich sind die Arbeitsplätze für die ganze Region wichtig, BorgWarner ist der größte Arbeitgeber hier!“ sagt eine junge Frau. „Mein Enkelkind macht dort gerade seine Ausbildung, BorgWarner ist seine Zukunft!“, sagt eine Seniorin, die bereits mit dem Stift auf das Transparent zugeht.

Eine Vielzahl an Beschäftigten und ehemaligen Beschäftigten von BorgWarner, besuchten heute die IG Metall Roadshow auf dem Römerplatz in Kirchheimbolanden und unterstützen mit ihrer Unterschrift die Forderung der IG Metall Vertrauensleute sowie die des Betriebsrates nach einer Zukunftsperspektive.

Auch regionale Politikerinnen und Politiker kamen heute Morgen zum Römerplatz, um der Belegschaft ihre klare Solidarität zu zeigen, wie die Landtagsabgeordnete RLP der SPD, Jaqueline Rauschkolb, Verbandsbürgermeisterin Sabine Wienpahl, der Stadtbürgermeister von Kirchheimbolanden Dr. Marc Muchov, der Beigeordnete Joachim Didier sowie der Ortsbürgermeister von Dannenfels, Ernst-Ludwig Huy und der ehemalige Stadtbürgermeister von Kibo, Klaus Hartmüller. Aus der Sicht von Peter Schmitt, Vorsitzender des Betriebsrates bei BorgWarner Werk Kibo, ist das ein klares Signal an die Konzernleitung und die örtliche Geschäftsführung, dass es im Kampf um die Zukunft des Standortes um mehr geht, als nur um nackte Zahlen. Nämlich um Existenzen von ganzen Familien und um Arbeitsplätze in der ganzen Region um Kibo. Das darf an keiner Stelle vergessen werden.

„Unsere Forderung nach einer Zukunftsperspektive für die Menschen in der Region ist begründet, da wir auch diejenigen waren die jahrelang dafür gesorgt haben, dass der Konzern Profite in Millionenhöhe einstreichen konnte und wir mit Verzichten auf unsere Ansprüche, dem Konzern zu seiner Größe verholfen haben.“ – Damit fordert Ali Eligül, Vorsitzender der Vertrauensleute bei BorgWarner Turbo Systems Werk Kibo den Konzern auf, sich endlich zur Zukunft für die Belegschaft und den Standort zu bekennen.

Wladislaw Wolter, politischer Sekretär bei der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal und Betriebsbetreuer von BorgWarner sichert dem Betriebsrat und der Belegschaft die Unterstützung in der Auseinandersetzung um die Zukunft von Kibo zu. „Wir werden als IG Metall nicht einfach zuschauen wie unsere Mitglieder einfach auf die Straße gesetzt werden. Es gibt eine Vereinbarung, Verzicht gegen Zukunft und diese Zukunft werden wir mit allen Mitteln einfordern. Er betont nochmal mit Nachdruck, dass die fehlenden Zukunftsprojekte in Kibo, nichts mit den Krisen im aktuellen Weltgeschehen zu tun haben. Der Konzern streicht immer noch erhebliche Profite durch den Verzicht der Belegschaft ein. Vielmehr ist die schwierige Situation zurückzuführen auf Entscheidungen der Konzernleitung. Anscheinend werden die Entgeltverzichte und der Stellenabbau der letzten Jahre als „Normalität“ oder „Geschenk“ angesehen. Dem ist nicht so, wir werden jeden Cent zurückfordern bei Nichteinhaltung der Vereinbarung.

Birgit Mohme, erste Bevollmächtigte der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal fordert die Konzernleitung auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und gibt zu verstehen, dass wir an einer konstruktiven Lösung für unsere Mitglieder und die Region interessiert sind. Es gehe darum, auch für kommenden Generationen Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. „Dennoch scheuen wir keinen Konflikt um die Interessen mit der Belegschaft durchzusetzen, wir sind gut organisiert, handlungsfähig und bereit für Zukunft und Sicherheit den Konflikt auch auf einer anderen Ebene als am Verhandlungstisch auszutragen. Das Grundgesetz gibt uns dieses Recht und wir werden es einfordern!“