Tarifverhandlungen Kfz-Handwerk Rheinland-Rheinhessen

Nicht mit der IG Metall! Arbeitgeber fordern Arbeitsbedingungen von gestern für die Zukunft des Kfz-Handwerks

  • 01.10.2020
  • Aktuelles

In Kaiserslautern fanden am 24.9.2020, erste Tarifverhandlungen für das Kfz-Handwerk in Rheinland-Pfalz zwischen Vertretern der IG Metall und des Kfz-Landesverbands Rheinland-Pfalz statt. Die Arbeitgeber hatten Anfang 2020 verschiedene Tarifverträge aufgekündigt – darunter auch den Manteltarifvertag, der u.a. Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch und Zuschläge regelt. Nach Darstellung der Arbeitgeber wollen sie so zu einer „Modernisierung“ des Tarifvertragswerks kommen.

In den Verhandlungen wurde jedoch offensichtlich, worum es den Arbeitgebern eigentlich geht: Sie wollen die Arbeitszeit verlängern (40h-Woche statt 36h-Woche), den tariflichen Urlaubs­anspruch um zwei Wochen reduzieren und Maßnahmen zur Kosten­senkung durchsetzen. Auch einen Anspruch auf betrieblichen Sonder­zahlungen, wie Urlaubs- und Weihnachts­geld, soll es künftig nicht mehr geben. Die Tarifverträge seien – laut Arbeitgebern – zu „teuer“. Die Kündigung der Tarifverträge wollen sie nicht zurücknehmen und drohten auch mit dem Ausstieg aus der Flächen­tarifbindung.

Betroffen von der Kündigung der Tarifverträge sind rund 20.000 Beschäftigte im Kfz-Hand­werk – 12.400 im Tarifgebiet Rheinland-Rheinhessen und 7.500 Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter im Tarifgebiet der Pfalz. Die Kündigung der Tarifverträge und die Vorstellungen der Arbeitgeber richten sich klar gegen die Beschäftigten! Das erzeugt Unmut, demotiviert die Beschäftigten und gefährdet den sozialen Frieden im Betrieb. Mit Blick auf die Herausforderungen der Transformation in der Automobilbranche fragt man sich: Wollen die Unternehmen die vor uns liegenden Herausforderungen wirklich mit Arbeitsbedingungen von vorgestern angehen?

In den Verhandlungen wurde jedoch offensichtlich, worum es den Arbeitgebern eigentlich geht: Sie wollen die Arbeitszeit verlängern (40h-Woche statt 36h-Woche), den tariflichen Urlaubs­anspruch um zwei Wochen reduzieren und Maßnahmen zur Kosten­senkung durchsetzen. Auch einen Anspruch auf betrieblichen Sonder­zahlungen, wie Urlaubs- und Weihnachts­geld, soll es künftig nicht mehr geben. Die Tarifverträge seien – laut Arbeitgebern – zu „teuer“. Die Kündigung der Tarifverträge wollen sie nicht zurücknehmen und drohten auch mit dem Ausstieg aus der Flächen­tarifbindung.

Betroffen von der Kündigung der Tarifverträge sind rund 20.000 Beschäftigte im Kfz-Hand­werk – 12.400 im Tarifgebiet Rheinland-Rheinhessen und 7.500 Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter im Tarifgebiet der Pfalz. Die Kündigung der Tarifverträge und die Vorstellungen der Arbeitgeber richten sich klar gegen die Beschäftigten! Das erzeugt Unmut, demotiviert die Beschäftigten und gefährdet den sozialen Frieden im Betrieb. Mit Blick auf die Herausforderungen der Transformation in der Automobilbranche fragt man sich: Wollen die Unternehmen die vor uns liegenden Herausforderungen wirklich mit Arbeitsbedingungen von vorgestern angehen?

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