Werksschließung Albert Frankenthal

Zusammenhalt bleibt der stärkste Schutz

30.04.2026 | Die Werksschließung in Frankenthal zeigt schmerzhaft, wie wenig gute Arbeit zählt. Warum am Ende nur organisierte Beschäftigte gemeinsam mit der Gewerkschaft das Maximum erreichen können.

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Frankenthal: Nach intensiven und schwierigen Verhandlungen ist nun der Abschluss zur Schließung des Albert‑Standortes in Frankenthal erfolgt. Für die Beschäftigten bedeutet dies das bittere Ende eines Werkes, das über Jahre hinweg für hohe Qualität, Zuverlässigkeit und enormes Fachwissen stand.

Die Belegschaft reagiert mit großer Entrüstung und tiefer Enttäuschung auf diese Entscheidung. Trotz außerordentlicher Einsatzbereitschaft, hoher Flexibilität und konstant hoher Produktqualität wurde ihre Arbeit am Ende nicht ausreichend gewürdigt. „Das Gefühl, das bei vielen Kolleginnen und Kollegen bleibt, ist eines der Missachtens – als wären Erfahrung, Wissen und Engagement beliebig ersetzbar“, so die IG Metall Ludwigshafen‑Frankenthal.

Besonders kritisch sehen die Beschäftigten, dass mit der Schließung nicht nur Arbeitsplätze verloren gehen, sondern auch jahrzehntelang aufgebautes Know-how. Dieses Wissen lässt sich nicht einfach verlagern oder neu aufbauen. Die Sorge ist groß, ob die Produktion an anderen Standorten künftig dem notwendigen Qualitätsstandard gerecht werden kann, den die Belegschaft in Frankenthal Tag für Tag sichergestellt hat. Qualität ist kein Zufall – sie ist das Ergebnis von Erfahrung, Identifikation und gemeinsamer Verantwortung.

Der nun erzielte Verhandlungsabschluss konnte zwar sozialverträgliche Regelungen absichern, er kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schließung für die Beschäftigten einen tiefen Einschnitt darstellt. Dass dies trotz guter Arbeit und eines funktionierenden Standortes geschieht, hinterlässt einen schalen Beigeschmack.

Abschließend hält die IG Metall Ludwigshafen‑Frankenthal fest:
Nur organisierte Beschäftigte können etwas bewegen.

Die vergangenen Verhandlungen haben erneut gezeigt, dass sich das maximal Mögliche nur durch Zusammenhalt in der Belegschaft und durch eine starke, handlungsfähige Gewerkschaft durchsetzen lässt. Solidarität und Organisation sind keine abstrakten Begriffe – sie sind die Grundlage dafür, Würde, Rechte und Perspektiven in schwierigen Zeiten zu verteidigen und zu erkämpfen.

Von: mf

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